Zweiter Jahrgang der gymnasialen Oberstufe steht in den Startlöchern

Die im Jahre 2013 neu gegründete Städtische Gesamtschule Oelde startet im Sommer 2020 in ihren zweiten Oberstufendurchgang. 

Seit einem halben Jahr machen Kollegen und Schüler neue und spannende Erfahrungen im ersten Durchgang der gymnasialen Oberstufe der Städtischen Gesamtschule Oelde. Insbesondere der umfangreiche Einsatz von schülereigenen Tablets im unterrichtlichen Alltag ist für alle Beteiligten ein neues, spannendes und äußerst gewinnbringendes Element der Arbeit in der Sekundarstufe II unserer Schule. 

Darüber hinaus haben natürlich die Planungen für den zweiten Jahrgang der gymnasialen Oberstufe bereits begonnen. So fand bereits ein erstes Informationsgespräch mit interessierten Schüler*innen hinsichtlich der gymnasialen Oberstufe, sowie eine Vorstellung der neuen Fächer in der Oberstufe statt. Bei der Vorstellung der neuen Fächer wurden die Kollegen von einigen SchülerInnen der aktuellen Einführungsphase unterstützt. Die interessierten Schüler*innen profitierten dabei sehr von den Erfahrungen der aktuellen Oberstufenschüler*innen.

Am 15.01.2020 findet für interessierte Eltern und potenzielle Oberstufenschüler*innen im Foyer am Düdingsweg (Standort I) eine Infoveranstaltung rund um die Planung und den Aufbau der Oberstufe statt.

Welche Vorbereitungen wurden bereits getroffen?

Räumlich gesehen wurde im letzten Jahr das Staffelgeschoss im Gebäude der Bultstraße fertig gestellt und wird momentan schon von der Jahrgangsstufe 10 und dem bisherigen Jahrgang EF genutzt. Ab dem nächsten Schuljahr dient es ausschließlich dem Unterricht der Oberstufe. Die Räume sind mit modernster Technik ausgestattet. Jeder Raum verfügt über ein Smartboard, das auf verschiedenste Weise genutzt werden kann. Zudem wird momentan ein weiteres Fachraumgebäude errichtet, das für die Fächer Physik, Technik, Kunst, etc. vorgesehen ist. Geplant und genehmigt ist zusätzlich noch der Bau einer neuen Sporthalle.

Da bereits das erste Halbjahr unseres ersten EF-Jahrgangs dem Ende entgegengeht, konnten diese außergewöhnlichen Voraussetzungen insbesondre im Bezug auf die technische Ausstattung der Räumlichkeiten aber auch die Arbeit mit den schülereigenen iPads bereits sehr ausführlich erforscht und genutzt werden. Dabei zeigte sich, dass der Einsatz digitaler Hilfsmittel ganz neue Möglichkeiten bietet und die Arbeit mit diesen Hilfsmitteln große Vorteile für einen individualisierten Unterricht mit sich bringen kann. Darüber hinaus wurde die neue Lern- und Kommunikationsplattform ISERV zu Beginn des Schuljahres eingeführt und insbesondere zur Kommunikation und Interaktion mit des Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe genutzt.

Zudem sind für die potenziellen Oberstufenschüler seit Beginn des zehnten Schuljahres im Bereich der Ergänzungsstunden Kurse wie Pädagogik, Philosophie und Digitaltechnik eingerichtet worden. Die Schüler sollen die ihnen noch nicht bekannten Fächer der Oberstufe kennen lernen, um sich dann bei der Fächerwahl besser entscheiden zu können.

Welche Vorbereitungen folgen demnächst?

Auf dem kommenden Infoabend werden Eltern und Schüler detailliert über Zugangsvoraussetzungen, die Fächerwahl in der Einführungsphase, mögliche Auslandsaufenthalte sowie Kriterien für eine gültige Schullaufbahn informiert. In der Schule stehen die Zehntklässler im engen Kontakt zu den Verantwortlichen für die Oberstufe. Im Januar/Februar werden die Schüler individuell beraten und es werden Probewahlen durchgeführt. Zuhause können die Schüler über das Laufbahnberatungs- und Planungstool für die Oberstufe (LuPO) ihre individuelle Schullaufbahn simulieren und durchspielen. Das Programm weist sie auf Fehler in der Oberstufenlaufbahn hin, die im Austausch mit den Beratungslehrern korrigiert werden.

Wer darf die Oberstufe der Städtischen Gesamtschule besuchen?

Als die Gesamtschule im Jahr 2013 startete, lag die Zahl der Schüler, die mit einer Gymnasialempfehlung von den Grundschulen gekommen sind, bei 19%. Nach dem Stand im Sommer 2018 hätten mehr als 50% der Neuntklässler*innen durch die Zuweisung in Erweiterungskurse und die entsprechenden Noten die Voraussetzungen erfüllt, an der Gesamtschule in die Oberstufe zu wechseln. Schon in den Lernstanderhebungen in der Jahrgangsstufe acht, die einen Vergleich innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen zieht, erreichten die Schüler*innen sehr gute Ergebnisse, sodass sich diese Tendenz abzeichnete. Die Schule ist sehr darum bemüht, diesen Schüler*innen auch weiterhin eine Zukunft an der Gesamtschule zu ermöglichen und ihren Interessen und Neigungen entgegenzukommen.

Aber auch für Auswärtige ist die Sekundarstufe II der Gesamtschule geöffnet. Sobald man die Fachoberschulreife mit dem sogenannten Q-Vermerk am Ende der Klasse 10 erreicht hat, darf man die Oberstufe besuchen. Gerne nimmt die Gesamtschule auch Schüler von auswärtigen Schulen an.

Wie ist die gymnasiale Oberstufe aufgebaut?

Die gymnasiale Oberstufe umfasst drei Jahre und ist überall gleich gestaltet. Sie besteht aus einer einjährigen Einführungsphase, in der nur Grundkurse belegt werden. In der darauffolgenden zweijährigen Qualifikationsphase mit abschließenden Abiturprüfungen muss man zwei Leistungskurse belegen. Die Klassenstruktur wird aufgebrochen, sodass der Unterricht ausschließlich im Kurssystem stattfindet.

Was sind die Leitlinien der gymnasialen Oberstufe?

Die Gesamtschule Oelde zeichnet sich seit ihrer Gründung durch ein produktives und konstruktives Miteinander zwischen Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und weiterem pädagogischem Personal aus. Ein wichtiger Baustein an der Schule ist hierbei das selbstgesteuerte Lernen, welches ab Klasse fünf die unterrichtliche Arbeit bestimmt.

Auch in der Oberstufe wird für die fachliche Arbeit neben der Einhaltung der Rahmenvorgaben und Richtlinien der Gesamtschule besonderer Wert auf den Auf- und Ausbau der Selbstständigkeit der Schüler*innen gelegt. Darüber hinaus sollen sie in ihrem sozialen Miteinander bestärkt werden. Sowohl das Erlernen und Umsetzen von fachwissenschaftlichen als auch die überfachlichen Methoden sowie ein starker Praxisbezug durch eine enge Anbindung an die regionalen Firmen gehören mit zu den Grundpfeilern der Gesamtschule. Im Vordergrund stehen ebenfalls die Förderung der Digitalisierung durch personalisierte Tablets, die individuelle Unterstützung durch Beratungslehrer in jedem Jahrgang, die Berufswahl- und Studienberatung, das Fach Technik als Unterrichtsfach und das Fach Sport als Abiturfach.

Die digitale Oberstufe an der Gesamtschule Oelde

Diese Idee einer digitalen Oberstufe fand im letzten Jahr besonders bei den Schülerinnen und Schüler*innen große Begeisterung. Konkret heißt das für die Oberstufe der Gesamtschule Oelde: Jeder Schüler*in erhält ein personalisiertes I-Pad. Die Geräte werden über einen Mietkauf erworben und gehen nach dem Ablauf der Oberstufenzeit in den Besitz der Schüler über. Der Mietkauf ist notwendig, um die Tablets prüfungssicher zu machen. Das Tablet soll als effektives Lernwerkzeug genutzt werden. Es dient beispielsweise dem Recherchieren, dem Abspeichern von Arbeitsergebnissen oder auch dem Auswerten von Experimenten. Die Schüler*innen sollen fähig sein, eine Gesellschaft mitzugestalten, die mehr und mehr durch Medien geprägt ist. Die Schule ist der richtige Ort, sich im verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien auseinanderzusetzen. Nach dem ersten Halbjahr lässt sich bereits ein positives Fazit ziehen.

Es konnte zu Beginn natürlich nicht alles reibungslos ablaufen, da die unterrichtliche Arbeit mit den digitalen Hilfsmitteln sowohl für die Schüler*innen als auch die Lehrer*innen neu waren und eine große Veränderung der täglichen Arbeit darstellen. Die Vorteile überwiegen aber bei weitem etwaige Schwierigkeiten oder Probleme im Umgang mit der neuen Technologie.

Die Gesamtschule Oelde hat sich auch bewusst dazu entschieden eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet des Einsatzes von Tablets in der gymnasialen Oberstufe einzunehmen, da sich Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen darüber einig sind, dass der Einsatz digitaler Medien im schulischen Alltag zum Erwerb wichtiger Kompetenzen im Hinblick auf die Anforderungen an junge Erwachsene im beruflichen Alltag alternativlos ist. 

Daher lässt sich zu diesem Zeitpunkt in jedem Fall ein positives Fazit ziehen und eine weiterhin gewinnbringende Entwicklung erwarten.

Ein Ausblick – Wie geht es weiter?

Am 15.01.2020 findet für interessierte Eltern und potenzielle Oberstufenschüler im Foyer am Düdingsweg (Standort I) eine Infoveranstaltung rund um die Planung und den Aufbau der Oberstufe statt. Hier werden Eltern und Schüler*innen umfangreich hinsichtlich der gymnasialen Oberstufe aber auch des Einsatzes der Tablets informiert.

Mit dem Halbjahreszeugnis erhalten die Zehntklässler das Anmeldeformular für die Oberstufe. Parallel zu den Anmeldungen der zukünftigen Fünftklässler müssen sich die Zehntklässler*innen für die Oberstufe anmelden.

Nach der offiziellen Entlassung im Juni 2019 bleiben die Schüler*innen, die nach den Sommerferien die Oberstufe besuchen, schulpflichtig und werden in den letzten zwei Wochen bis zu den Ferien ein gemeinsames Programm durchlaufen, welches sie auf die Oberstufe einstimmen wird. Bausteine wie eine Methodenschulung zur Verschriftlichung einer Facharbeit, der Umgang mit neuen Medien, der Besuch einer Universität, ein Sportfest sowie das Projekt „Lebensplanung“ bieten eine angemessene Einstimmung.

Nähere Informationen finden Sie auch auf der Homepage unter dem Bereich Gymnasiale Oberstufe.