Am vergangenen Sonntag, dem 9. November 2025, gedachten bundesweit viele Menschen der Novemberpogrome des nationalsozialistischen Regimes gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Auch in Stromberg fand auf dem jüdischen Friedhof eine feierliche Gedenkveranstaltung statt. Daran nahmen auch Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a gemeinsam mit ihrem Lehrer, Herrn Krüger, teil und brachten sich aktiv in die Gestaltung ein.
Auf dem vollständig gefüllten jüdischen Friedhof in Stromberg eröffnete Frau Glitscher-Krüger die Gedenkstunde. Sie erinnerte daran, dass zahlreiche jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Oelde dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer gefallen seien und dass die Nationalsozialisten darauf abgezielt hätten, jüdisches Leben sowie dessen Spuren auszulöschen. Sie betonte, dass die jährliche Gedenkveranstaltung dazu beitragen solle, die Erinnerung an diese Menschen wachzuhalten und der Verdrängung historischer Verantwortung entgegenzuwirken.
Im Anschluss daran mahnte auch Oeldes Bürgermeisterin Frau Rodeheger, sich entschieden gegen das Vergessen zu stellen. Gerade der jungen Generation komme dabei eine zentrale Rolle zu.
Auch die Schülerinnen und Schüler der 9a — Mathilda, Fiona, Alexander und Leon — erinnerten an das Schicksal jüdischer Mitbürger aus Oelde und Stromberg. Sie trugen Passagen aus dem Buch „Jüdische Familien aus Oelde und Stromberg“ vor und berichteten über das Leben und das Schicksal zweier jüdischer Familien aus Stromberg.
Für ihr Engagement erhielten die Jugendlichen viel Anerkennung. Die Bürgermeisterin und ihre Stellvertreterinnen lobten insbesondere den Mut der Schülerinnen und Schüler, vor so vielen Menschen zu sprechen. Durch ihren Beitrag sei die Gedenkveranstaltung maßgeblich bereichert worden.
Im abschließenden Teil der Zeremonie wurden alle Namen der jüdischen Frauen, Männer und Kinder aus Oelde und Stromberg verlesen. Nach einer Schweigeminute bestand außerdem die Möglichkeit, die Stolpersteine in Stromberg zu besuchen und zu erfahren, an welchen Orten jüdische Familien einst gelebt hatten.
Quelle Foto: Die Glocke/Schorr
Es zeigt von links nach rechts: Schülerin Fiona Himmel, Schüler Alexander Riss und Bürgermeisterin Karin Rodeheger.